Sepp Maier steht hinter Manuel Neuer
Deutsche Goalie-Legende kritisiert Bayern-Führung

Nach seinem Interview steht Manuel Neuer im Kreuzfeuer der Kritik. Nun erhält er prominente Unterstützung, Goalie-Legende Sepp Maier steht hinter ihm und feuert in Richtung Kahn und Salihamidzic.
Publiziert: 08.02.2023 um 12:01 Uhr
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Aktualisiert: 08.02.2023 um 13:22 Uhr

Manuel Neuer hat sich bei den Bayern ins Abseits gespielt. Der 36-Jährige ist nach seinem Interview ins Kreuzfeuer geraten und wird von allen Seiten als egoistisch und peinlich kritisiert. Auch klubintern sollen die Wogen noch nicht geglättet sein, laut «SportBild» könnte ein Wechsel in der Hierarchie von Trainer Julian Nagelsmann angestrebt werden. Joshua Kimmich soll der Auserwählte für die Captainbinde sein, er fungiert Medienberichten zufolge jetzt schon als rechte Hand.

Nach all der Kritik wird sich Neuer nun darüber freuen, dass ihm mit Sepp Maier (78) eine deutsche Legende zur Seite springt und ihn unterstützt. Der Weltmeister von 1974 hat bei «Sport1» die Entlassung von Toni Tapalovic als falsch kritisiert, dieser sei schliesslich auch ein Freund von Neuer gewesen. «Ich bin natürlich auf der Seite von Manu. Das ist doch logisch, ich war früher ja auch Torwart. Manu liegt mir daher mehr am Herzen. Zudem kenne ich ihn und Tapalovic gut», so Maier.

«Darf doch seine Meinung sagen»

Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic hatten die Aussagen des Weltmeisters von 2014 in der «SZ» und in «The Athletic» mit der Begründung kritisiert, diese würden weder ihm als Kapitän noch den Werten des FC Bayern gerecht. Auch habe Neuer «seine persönlichen Interessen über die Interessen des Klubs gestellt». Maier sieht das anders. Neuer dürfe doch seine Meinung sagen, «dann kann es Brazzo (Spitzname von Salihamidzic, Anm. d. Red.) für richtig halten oder nicht». Der Captain der Bayern sei schliesslich ein mündiger Spieler und ein feiner und freier Mensch, sagte Maier.

Deutschlands Goalie-Legende Sepp Maier stellt sich hinter Manuel Neuer.
Foto: Keystone
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Nagelsmann kriegt seinen Wunschkandidaten

Der FC Bayern München hat einen neuen Goalietrainer. Michael Rechner (42) kommt von der TSG Hoffenheim und ersetzt den aussortierten Toni Tapalovic. Die Münchner sollen eine mittlere sechsstellige Ablösesumme für Rechner bezahlt haben, der noch einen Vertrag bis 2026 bei Hoffenheim hatte. Mit dieser Verpflichtung kriegt Julian Nagelsmann seinen Wunschkandidaten, die beiden hatten schon während Nagelsmanns Engagement bei Hoffenheim zusammengearbeitet.

Der FC Bayern München hat einen neuen Goalietrainer. Michael Rechner (42) kommt von der TSG Hoffenheim und ersetzt den aussortierten Toni Tapalovic. Die Münchner sollen eine mittlere sechsstellige Ablösesumme für Rechner bezahlt haben, der noch einen Vertrag bis 2026 bei Hoffenheim hatte. Mit dieser Verpflichtung kriegt Julian Nagelsmann seinen Wunschkandidaten, die beiden hatten schon während Nagelsmanns Engagement bei Hoffenheim zusammengearbeitet.

Etwas Kritik an Neuers Vorgehen ist dann aber auch bei Maier rauszuhören: «Manu ist Captain. Ich habe früher auch meine Meinung gesagt, wenn mir etwas nicht gepasst hat. Ich bin dann aber nicht an die Öffentlichkeit gegangen, sondern habe es intern gesagt. Manu hat dem FC Bayern aber schon so viele Spiele gerettet und immer Top-Leistungen gebracht, da ist es nur menschlich, dass er seine Enttäuschung zeigt. Und das darf er auch.»

Auch Maier wurde aussortiert

Dass der 78-Jährige sich so verständnisvoll gegenüber Neuer und Tapalovic zeigt, könnte auch mit seiner eigenen Vergangenheit als Torwarttrainer beim DFB und den Bayern zu tun haben. Nachdem er sich in aller Öffentlichkeit für den ehemaligen Weltklassegoalie Oliver Kahn und gegen Jens Lehmann als Nummer 1 im deutschen Tor ausgesprochen hatte, wurde er vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann entlassen.

Sepp Maier hatte sich auch schon zur Verpflichtung von Yann Sommer kritisch geäussert. Nachdem der Schweizer Nati-Goalie den Vertrag bei den Bayern unterschrieben hatte, sagte die Bayern-Legende zur «Bild»: «Ich kann nicht verstehen, warum man über 70 Millionen ausgibt, um den Nachwuchs-Campus zu bauen, aber nicht dazu fähig ist, einen jungen Torhüter an die 1. Mannschaft heranzuführen. Man sollte sich darum kümmern, dass die zweite Mannschaft nicht in der 4. Liga spielt und nicht immer die besten Spieler der anderen Vereine wegkaufen. Das ist ja nicht der Sinn von einem Nachwuchs-Campus!».

Bundesliga
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
3
8
9
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
3
4
7
3
RB Leipzig
RB Leipzig
3
2
7
4
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
3
4
6
5
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
3
3
6
6
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
3
1
6
6
SC Freiburg
SC Freiburg
3
1
6
8
Werder Bremen
Werder Bremen
3
1
5
9
Union Berlin
Union Berlin
3
1
5
10
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
3
0
4
11
FC Augsburg
FC Augsburg
3
-2
4
12
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
3
0
3
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
3
-1
3
14
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
3
-4
3
15
FSV Mainz
FSV Mainz
3
-1
2
16
VfL Bochum
VfL Bochum
3
-4
0
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
3
-5
0
18
Holstein Kiel
Holstein Kiel
3
-8
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