Fabian Frei schliesst Traumkombination zur 2:0-Führung ab
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Basel ist Cupsieger:Fabian Frei schliesst Traumkombination zur 2:0-Führung ab

Thun hadert mit dem Schicksal
«Die Niederlage war alles andere als zwingend»

Der FC Thun trauert den vergebenen Chancen nach. Und den Millionen aus dem internationalen Geschäft.
Publiziert: 20.05.2019 um 07:44 Uhr
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Aktualisiert: 20.05.2019 um 11:11 Uhr
Stefan Kreis

Markus Lüthi, der Präsident des FC Thun, ist ein begnadeter Musiker, spielt Gitarre in einer Band. In Stimmung für ein Konzert ist er nach der Cupfinal-Niederlage gegen Basel aber nicht. Ganz im Gegenteil. «Die Emotionalität fehlt, um Musik zu machen», sagt Lüthi. Er stelle sich auf «ein melancholisches Fest mit den Fans» ein. Düster und niedergedrückt deshalb, weil die Berner Oberländer für ihre couragierte Leistung schlecht belohnt und ihren vergebenen Chancen noch lange nachtrauern werden.

«Die Niederlage war alles andere als zwingend. Wir hätten Basel schlagen können», sagt Thuns Sportchef Andres Gerber. «Uns hat das Abschlussglück gefehlt, wir haben ein Riesenspiel gemacht», sagt Marvin Spielmann. Hätte Karlen in der ersten Halbzeit seinen Kopfball aufs Tor gebracht, der Match hätte anders laufen können.

Hätte, wäre, wenn. «Der Konjunktiv wird von Verlierern benutzt», sagt Lüthi.

Der FC Basel ist zum 13. Mal Schweizer Cupsieger.
Foto: BENJAMIN SOLAND
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Die Noten der Thun-Spieler zum Cupfinal: Guillaume Faivre, Note 3 – Der Kopfball von Ajeti kommt aus kurzer Distanz. An einem starken Tag hält er den.
Foto: freshfocus
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Einziger Trost: Schon am Mittwoch bekommt sein Klub die Chance zur Revanche, der FCB gastiert in der Stockhorn-Arena. Mit dem besseren Ende für die Thuner? «Sagen wir es so: Die Würfel lagen auch schon schlechter für uns. Basel hat sein Heu im Stall, den zweiten Platz auf sicher. Für uns aber gehts noch um Rang 3.» Und um die damit verbundenen Millionen aus dem internationalen Geschäft.

Mit der Europa League könnte Thun Jahre überleben

Hätte Thun den Cupfinal gewonnen, wäre der Sieg gleichbedeutend mit der Gruppenphase der Europa League gewesen, nun erbt der Drittplatzierte die Prämien. «Wir wissen schon, was finanziell damit verbunden ist. Wirtschaftlich wäre das für uns Weihnachten, Geburtstag, Geburtstage von den Kindern, Ostern – einfach alles zusammen. Wir haben 400 000 Franken Eigenkapital. Es würde uns im Kleinen helfen – etwa, indem wir nicht jeweils gezwungen wären, Spieler zu verkaufen», sagte Lüthi vor dem Cupfinal. Nach der Niederlage ergänzt der Präsident: «Mit diesem Geld könnte der FC Thun vier bis fünf Jahre überleben.»

Einen Punkt beträgt der Rückstand der Thuner auf Platz drei, neben dem FCB wartet auch noch der FC Sion auf die Berner Oberländer. Obs am Ende für den Millionensegen reicht? Es wäre mehr als ein Trostpflaster für den verlorenen Cup-Final.

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